Coaching/angestellte Zahnärzte

27.01.2023

Gehalt als angestellter Zahnarzt optimieren – Faktor: „Pflegefall“

Erfahren Sie, wie man als Zahnarzt seine Berufung und Aufgabe fokussiert, anstatt sich unnötig mit Sorgen und Kümmern um Patienten zu beschäftigen. In diesem Blogbeitrag wird auf die Konsequenzen von

In diesem Blogbeitrag geht es um einen ganz speziellen „Behandler-Typ“, der sich das Leben unnötig schwer macht. Gemeint ist der Behandler, der sich zum Wohl seiner Patienten mehr mit kümmern und sorgen beschäftigt, als seine eigentliche Aufgabe/Berufung zu fokussieren: die zahnärztliche Behandlung. Die Konsequenz: „Lieb und Nett gehen zulasten von Zeit, Geld und Identität.“

Auch Lisa und Max haben sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt. In zahlreichen Gesprächen – mit ihren Kommilitonen aus der „guten alten Zeit“ an der Uni – wurde das Thema umfassend beleuchtet. Sie waren erstaunt, welches Ausmaß und welche Konsequenzen ein „Kümmerer und Sorgen-Typ“ mit sich bringt. Ein Kommilitone brachte es dann auf den Punkt:

„Stellt euch bitte einmal vor – das ist jetzt nur so ein Gedanke – es gäbe einen Kollegen, eine Kollegin, auf die alle Merkmale und Eigenschaften des „Sorgen-Typs und Kümmerers“ zusammentreffen, der/die Arme wäre ja ein absoluter Pflegefall!“   

Als junge zahnärztliche Behandler stehen Lisa und Max erst ganz am Anfang ihrer beruflichen Karriere. Und damit sie ihre (erstrebenswerten) Ziele auch auf dem direkten Weg erreichen, werden sie von einem erfahrenen Coach begleitet.

Für Lisa und Max steht fest:

  • dass sie mit einer rechtzeitigen Vorsorge ausschließen möchten, damit sie nicht unbewusst ein Verhalten annehmen, das in der Konsequenz weder ihnen noch dem Patienten einen Nutzen bringt
  • dass sie dieses wichtige (brisante) Thema gemeinsam mit ihrem Coach reflektieren werden

Von ihrem Coach haben Lisa und Max erfahren/gelernt:

Aufräumen mit falschen Bildern

„Schaut Lisa, Max – ein ganz wichtiger Punkt ist das Aufräumen falscher Leitbilder. Dazu ein paar Beispiele:“

Der Patient steht im Mittelpunkt

„Wie soll ein Arzt – und als Zahnärzte seid ihr auch Ärzte – seinem Patienten helfen können, wenn er für sich selbst keine Fürsorge trägt und Eigenverantwortung übernimmt? Nur wenn es dem (Zahn)Arzt selbst gut geht, kann dieser auch für seine Patienten alles erdenkliche Gute in Betracht ziehen.“

Als Zahnarzt bist Du Dienstleister

„Von allen Seiten hören (angestellte) Zahnärzte, dass sie (ihre/mehr) Leistungen verkaufen müssen:

  • von ihrem Steuerberater mit Blick auf die betriebswirtschaftliche Auswertung
  • von ihrem Banker – wenn sich nach einer getätigten Investition nunmehr alles nur noch um Amortisation und Stückzahlen dreht
  • von ihrem Chef bzw. Praxismanager – damit sich Umsatzziele auch in der Rendite widerspiegeln

In der Konsequenz schlüpfen (angestellte) Zahnärzte in die Rolle des ewigen Verkäufers.“

Praxisleitbild und Slogan

„Ein gutes Beispiel ist das Selbstverständnis einer Praxis mit dem Slogan: Wir kümmern uns um Ihre Probleme! Ist nachvollziehbar und selbsterklärend, dass ein solches Versprechen einige Probleme mit sich bringt.“

Verständnis haben und es den Patienten immer recht machen wollen

„Ein weiterer Aspekt ist ein überzogenes Verständnis für den Patienten. Genauso das Gefühl, es diesem immer Recht machen zu müssen, auszugsweise einige Beispiele:  

  • meine Patienten haben (aufgrund mangelnder Kaufkraft) einfach nicht das Geld, sich eine hochwertige Versorgung leisten zu können
  • aufgrund von Inflation & Rezession haben meine Patienten jetzt weniger Geld – da würde ich an deren Stelle auch schauen, wo ich einsparen kann
  • ich komme meinen Patienten gerne entgegen – im Zweifelsfall mit dem Angebot einer günstigeren Lösung - das gefällt und findet Zuspruch
  • offensichtlich merken meine Patienten meine Unsicherheit bei Preisgesprächen und bei der Preisnennung – das liegt einfach daran, dass ich nicht wirklich hinter dem Preis mancher Behandlungsleistungen stehe
  • na gut, auch wenn mir manche Patienten auf der Nase herumtanzen mögen– die meisten sind lieb und nett!“

Großzügige Zugeständnisse gegenüber den Patienten

„Ein weiteres Beispiel sind Zugeständnisse und falsche Kompromisse, auszugsweise:

  • nein, das müssen wir nicht zwingend neu machen, das können wir auch zum X-ten Mal reparieren
  • wir müssen ja nicht alles auf einmal behandeln – dann wird es auch nicht so teuer für Sie
  • diese Leistungen habe ich Ihnen auch unentgeltlich erbracht

Oder bei der Beratung eines PA-Patienten, wo dieser mit Engelszungen bekehrt und wiederholt motiviert wird – anstatt einmal Tacheles zu reden. (Bitte, bitte … versus Zahnverlust)

Lieb und Nett kostet Zeit und Geld

„Die gängige Praxis bestätigt leider immer wieder: wer zu lieb und zu nett zu seinen Patienten ist, der macht im Umgang mit sich selbst auch viel zu viele Zugeständnisse, auszugsweise:

  • so werden kurzfristige Terminabsagen und No-Shows eher toleriert und als gegeben hingenommen
  • mehr ineffiziente Behandlungen durchgeführt, sei es durch verkürzte Behandlungen, weil Patienten zu spät kommen oder durch eine suboptimale Terminierung bedingt und Termine im zeitlichen Umfang großzügig veranschlagt werden
  • häufiger Kurzzeitbehandlungen durchgeführt, obwohl in vielen Fällen die einzelnen Behandlungssitzungen auch an einem Langzeittermin durchgeführt werden können

Gleich und Gleich gesellt sich gern

„Gemeint ist der „problematische“ Patient. Wie schon Professor Wolfgang Fressmeyer sagte: Der erfahrene Praktiker hat ein Gespür für den „problematischen“ Patienten und er erkennt unbewusst die Patienten, die sich nicht in die Alltagsroutine einordnen lassen.

Unter „normalen“ Umständen finden zahnärztliche Behandler irgendwie Mittel und Wege, mit denen sie diesen Patienten-„Typ“ in Schach halten. Anders bei Behandlern mit großem Herz und einer Schwäche für den „Problempatienten“. Nicht nur, dass sie sich seiner Sorgen annehmen und viel Zeit investieren. Die Konsequenz ist, dass diese Patienten den Zahnarzt ihres Vertrauens gerne weiterempfehlen. Und was dann passiert, dass könnt ihr euch ja denken … viele Neupatienten auf Empfehlung!“

Genetisch veranlagt versus erlernte Verhaltensmuster

„Nun können praktizierte und tradierte Verhaltensmuster angelernt sein oder sich durch eine genetische Grunddisposition erklären. In der Persönlichkeitsentwicklung gibt es Instrumente wie das Disk-Modell oder die Biostruktur-Analyse mit dem Structogram, die helfen, …

  • sich selbst und andere Menschen besser verstehen zu können
  • um die eigenen Stärken, Defizite und Schwächen zu wissen
  • zu erkennen, dass eine Übertreibung der eigenen Stärke eine Schwäche begünstigt

Ein Beispiel ist das Streben nach Präzision/Genauigkeit. Die Übertreibung führt dann zum Perfektionismus. Und Perfektionisten sind i. d. R. mit dem erzielten Ergebnis und mit sich selbst selten zufrieden. Und das Schlimme daran: sie lassen es andere Mitmenschen spüren. In der Praxis ist das z.B. der zahnärztliche Behandler, der beim Zementieren der Brücke seinen Unmut äußert und der Patient denken muss, ihm würde eine suboptimale Versorgung eingesetzt.“  

Lisa und Max haben verstanden, dass sie sich viel Leid ersparen können, …

  • wenn sie sich weniger um die Sorgen des Patienten kümmern
  • sondern den Fokus auf die zahnärztliche Behandlung und den spezifischen Patienten-Nutzen richten

Was Lisa und Max jeden Tag erfolgreich praktizieren

Lisa und Max haben sich gleich zu Beginn ihres Coachings mit existenziellen und ganz wichtigen Fragestellungen auseinandergesetzt:

  • was ihre Stärken sind
  • welche Zahnmedizin sie praktizieren möchten
  • welche Patienten sie gerne behandeln möchten
  • worüber sie sich in Zukunft freuen und nicht mehr ärgern möchten
  • welche Ziele für sie erstrebenswert sind und wie sie diese erreichen
  • und vor allen, wie sie an ihrer Performance arbeiten können

Eben all die Themen, die angestellte Zahnärzte interessieren und die ihren wichtig sind. Nur, welche das im Einzelnen sind, das darf jeder zahnärztliche Behandler für sich selbst herausfinden.

Was angestellten Zahnärzten wichtig ist

  • die berufliche Karriere
  • die Zufriedenheit im Job
  • ein gutes Einkommen erzielen
  • eine ausgewogene Work-Private-Balance
  • eine selbstbestimmte Zahnmedizin praktizieren
  • eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • den eigenen Weg finden: angestellter vs. selbstständiger Zahnarzt
  • die interdisziplinäre Zusammenarbeit in einem Kompetenzteam
  • die gebührende Anerkennung von Kollegen, Mitarbeitern und Chefs
  • eine optimale Vorbereitung für eine mögliche Praxisgründung/-übernahme

Performance-Entwicklung

Wenn Sie als angestellte/r Zahnarzt/-ärztin etwas nachhaltig bewegen möchten, eine selbstbestimmte Zahnmedizin praktizieren und auch gutes Geld verdienen wollen, dann bietet sich Ihnen jetzt die einmalige Chance: Ein Jahres-Coaching speziell für angestellte Zahnärzte/-innen

Über den Autor

Mathias Leyer von Praxisanalysen

Mathias Leyer

Mit 12 Jahren klin­ischer Praxi­ser­fahrung und 25 Jahren Berufs­erfahrung als Praxis­coach und –berater kennt Gesund­heits­ökonom Mathias Leyer die Zahn­arzt­praxis so gut wie kaum ein anderer. Bei PRAXIS­ANALYSEN ist Mathias Leyer der Coach und Berater für die kon­sequent erfolg­reiche Um­setz­ung aller Kon­zepte und Stra­tegien.

Kontakt

Telefon:
03322 – 4251931
E-Mail:
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